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Christian Dittus
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SUR LES TRACES D'ENAYAT ZAYYAT

Iman Mersal

(Fî athar ‘Inayât al-Zayyât)

Anfang der 1990er Jahre entdeckt Iman Mersal in einer Buchhandlung "Liebe und Stille", den einzigen Roman von Enayat Zayyat, der 1967 erschien und heute in Vergessenheit geraten ist. Sie weiss nichts ueber die Autorin, ausser dass sie starb, bevor sie es veroeffentlichen konnte.

Zwanzig Jahre spaeter begibt sie sich auf eine mehrjaehrige Recherche, um herauszufinden, wer Enayat Zayyat war und was diese junge Frau aus gutem Hause dazu brachte, sich im Alter von 27 Jahren das Leben zu nehmen. Sie holt sich Informationen aus den Pressearchiven, trifft die Schauspielerin Nadia Lutfi, Enayats engste Freundin, und dann Verwandte und Bekannte. Von einem zum naechsten erhaelt sie Zugang zu Schichten von Wahrheiten, die immer bruchstueckhaft und manchmal widerspruechlich sind und die ein Puzzle bilden, von dem sie von Anfang an weiss, dass es unvollstaendig bleiben wird. War die Weigerung des Verlegers wirklich die Ursache fuer ihren Selbstmord? Wann hat ihre depressive Stoerung begonnen? Welche Rolle spielten ihre Scheidung, der Verlust ihres Sohnes, dessen Vater das Sorgerecht erhalten hatte, oder die Entfremdung von Nadia Lutfi bei dieser Depression? Warum beging sie Selbstmord, wo sie doch gerade am Deutschen Archaeologischen Institut in Kairo eine Stelle bekommen hatte, die sie erfuellte? [Enayat Zayyat hatte als Kind mehrheitlich deutsche Schulen in aegypten besucht. Ihr zweites Buchprojekt war eine Arbeit ueber den deutschen aegyptologen Ludwig Keimer.]

All diese Fragen und viele andere fuehren Iman Mersal auf eine Suche, die sowohl historisch als auch intellektuell, poetisch und intim ist, und die auch eine Einladung an das aegypten von heute ist, sich selbst im Spiegel seiner juengsten Vergangenheit zu betrachten, jener der 1950er und 1960er Jahre, die Gegenstand eines nostalgischen Kults sind, den dieses Buch wie eine Zwiebel abblaettert und Blatt fuer Blatt seziert, bis nichts mehr uebrig bleibt.

Die Dichterin, Schriftstellerin, Wissenschaftlerin und uebersetzerin Iman Mersal wurde 1966 im nordaegyptischen Delta geboren und wanderte 1999 nach Kanada aus. Mersal arbeitet als ausserordentliche Professorin fuer arabische Literatur und Nahoststudien an der University of Alberta und wohnt derzeit in Marseille, Frankreich, wo sie den Albert-Camus-Lehrstuhl am Institut fuer Hoehere Studien der Universitaet Aix-Marseille innehat. Mersal hat mehrere Gedichtbaende geschrieben und ein Sachbuch mit dem Titel "How to Mend: Motherhood and Its Ghosts", das durch Tagebuecher, Lesungen und Fotografien eine neue Erzaehlung der Mutterschaft webt (Sternberg Press, 2019). SUR LES TRACES D'ENAYAT ZAYYAT gewann den prestigetraechtigen Sheikh Zayed Book Award 2021 in der Kategorie Literatur. Im deutschsprachigen Raum ist Mersal u.a. fuer die Worte „Der Riss beginnt im Inneren“, den Titel der Berlin Biennale 2020, bekannt. Ausserdem war sie schon zu Gast beim poesie festival berlin.
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Published 2023-05-10 by Al-Kotob Khan (Kairo)

Comments

France: Sindbad (Actes Sud); Brazil: Rua do Sabao; USA: And Other Stories; Poland: Polish-Arabic Library;

“Iman?Mersal?is a writer who draws you in by affinity, by fondness, by warmth, much as her life of Enayat al-Zayyat draws in an astonishing range of subjects. If a book is a room (as has been said more prettily about sonnets), how can that room be made to hold so many worlds – mid-century psychiatry, the struggles of women artists, the capriciousness of divorce law, the enthusiasms of German Egyptologists, the dazzle of cinema and a handbag clutched next to Omar Sharif, much less the author's own search for unheard-of mausoleums on streets whose names have changed, streets that in fact belong to cemeteries, the cemeteries turned shanty-towns, the shanty-towns pegged up like washing over the City of the Dead – how can one room hold so much without shrinking it all under glass? Iman?Mersal?has an unerring instinct for bringing old life to new life, new life in all its messy associative magic, like clinging to like, and I remain mute in admiration before her accomplishment.” — Tara Tobler, UK editor (And Other Stories)