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Mohrbooks Literary Agency
Sebastian Ritscher |
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| English | |
DAS STEINERNE HIRN
Ein grosser Roman über eine deutsche Generation, die vom "absoluten Leben" träumte und lernen musste, sich einzureihen und kleiner zu werden.
Eine romantische Zeit, die 68er Jahre. Man glaubt noch an Ideen, man schmiedet Konzepte für die Verbesserung der Welt. Die Freunde Walter und Jochen wachsen in Bremen auf, sie gründen die Bewegung Kaufhausbrand, 1969 machen sie Abitur. Und lebenslang reisst die Verbindung nicht ab Walter geht in die Wissenschaft, Jochen wird ein gefragter, dann auch gejagter Kunstfälscher. Die hochfleigenden PLäne? Nun ja, die verflüchtigen sich.
Fast immer hat Walter den Eindruck, nicht richtig am Leben teilzunehmen. Er nennt es das Zuschauersyndrom. Clara, seine grosse Liebe, hält das ewige Zögern nicht aus, sie heiratet Jochen, Walters Freund. Doch sie lässt den anderen auch nicht los, sie bespitzelt seine spätere Ehe mit Grit: Den Verlust des ersten Kindes, Grits lange Krankheit, schliesslich die Trennung. Erst im Alter fordert Clara einen schwierigen Dienst von Walter.
Unsere Erinnerung reiht nicht Stunde um Stunde hintereinander, wie die Uhren es machen. Sie wählt hier eine Stunde aus, fügt dort die nächste an, springt vor und wieder zurück. Ein Zitat von Anton Tschechow ist als Motto voran gestellt. Und der Zickzackweg der Erinnerung ergibt das Erzählmuster des Romans. Eine bewegte, über Jahrzehnte gehende Vierecksgeschichte.
Christoph Buggert wuchs auf in Stargard in Pommern, Halle (Saale) und Bremen. Nach einem Studium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München promovierte er 1967 in München mit einer Arbeit über Adalbert Stifter. 1973 gründete er in München gemeinsam mit Martin Gregor-Dellin, Jürgen Kolbe, Michael Krüger, Fritz Arnold, Paul Wühr, Inge Poppe, Günter Herburger, Tankred Dorst und Peter Laemmle die erste genossenschaftlich organisierte Autorenbuchhandlung. Von 1972 bis 1976 war er Hörspieldramaturg beim Bayerischen Rundfunk und von 1976 bis 2002 Leiter der Hörspielabteilung des Hessischen Rundfunks; zeitweise leitete er auch die Kulturwelle hr2-kultur. Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmet er sich seit den Sechzigerjahren dem Verfassen literarischer Texte. 1990 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Christoph Buggert gehört dem Präsidium der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste an, die das Hörspiel des Monats/des Jahres vergibt. Außerdem war er von 2007 bis 2013 Vorsitzender der Jury des Günter-Eich-Preises.
1978 wurde er für sein Hörspiel Vor dem Ersticken ein Schrei mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet, 1983 erhielt er den Drama Award der British Theatre Association, 1985 den Jean-Thevenot-Preis sowie 1991 den Morishige Award der Television and Radio Writers' Association of Japan. Sein Hörspiel Domino wurde von der Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats Juni 2012 gewählt.
Fast immer hat Walter den Eindruck, nicht richtig am Leben teilzunehmen. Er nennt es das Zuschauersyndrom. Clara, seine grosse Liebe, hält das ewige Zögern nicht aus, sie heiratet Jochen, Walters Freund. Doch sie lässt den anderen auch nicht los, sie bespitzelt seine spätere Ehe mit Grit: Den Verlust des ersten Kindes, Grits lange Krankheit, schliesslich die Trennung. Erst im Alter fordert Clara einen schwierigen Dienst von Walter.
Unsere Erinnerung reiht nicht Stunde um Stunde hintereinander, wie die Uhren es machen. Sie wählt hier eine Stunde aus, fügt dort die nächste an, springt vor und wieder zurück. Ein Zitat von Anton Tschechow ist als Motto voran gestellt. Und der Zickzackweg der Erinnerung ergibt das Erzählmuster des Romans. Eine bewegte, über Jahrzehnte gehende Vierecksgeschichte.
Christoph Buggert wuchs auf in Stargard in Pommern, Halle (Saale) und Bremen. Nach einem Studium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München promovierte er 1967 in München mit einer Arbeit über Adalbert Stifter. 1973 gründete er in München gemeinsam mit Martin Gregor-Dellin, Jürgen Kolbe, Michael Krüger, Fritz Arnold, Paul Wühr, Inge Poppe, Günter Herburger, Tankred Dorst und Peter Laemmle die erste genossenschaftlich organisierte Autorenbuchhandlung. Von 1972 bis 1976 war er Hörspieldramaturg beim Bayerischen Rundfunk und von 1976 bis 2002 Leiter der Hörspielabteilung des Hessischen Rundfunks; zeitweise leitete er auch die Kulturwelle hr2-kultur. Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmet er sich seit den Sechzigerjahren dem Verfassen literarischer Texte. 1990 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Christoph Buggert gehört dem Präsidium der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste an, die das Hörspiel des Monats/des Jahres vergibt. Außerdem war er von 2007 bis 2013 Vorsitzender der Jury des Günter-Eich-Preises.
1978 wurde er für sein Hörspiel Vor dem Ersticken ein Schrei mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet, 1983 erhielt er den Drama Award der British Theatre Association, 1985 den Jean-Thevenot-Preis sowie 1991 den Morishige Award der Television and Radio Writers' Association of Japan. Sein Hörspiel Domino wurde von der Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats Juni 2012 gewählt.